Es gibt die hölzerne Klinke tatsächlich

 

WAZ 09.07.2015 | 08:09 Uhr

Es gibt die hölzerne Klinke tatsächlich

Warum das Hotel-Restaurant genau „Zur hölzernen Klinke“ heißt, weiß so recht niemand mehr. „Keine Ahnung, das hieß hier oben einfach schon immer so“, sagt Senior Karl-Heinz Kessler und lacht. Allerdings ließ er sich vor vielen Jahren tatsächlich eine hölzerne Klinke anfertigen. Das war von einem Holzexperten an der Nordsee und kostete ihn seinerzeit 500 Mark.

Seitdem ziert die Klinke die Tür zum großen Gastraum an beiden Seiten. Fein, geschwungen, schön gearbeitet und tausendfach benutzt versieht sie ihren Dienst. In den Knauf hat Karl-Heinz Kessler seine Initialen einarbeiten lassen.

Und die Klinke hat es sogar schon ins Fernsehen geschafft. Ein WDR-Team drehte in der Umgebung. „Dann kamen sie an und haben gesagt, sie hätten jetzt alles im Kasten, aber noch keine hölzerne Klinke gefunden, da konnte ich helfen“, sagt der ehemalige Wirt, der die Gaststätte vor 20 Jahren an seinen Sohn Frank übergeben hatte. Das Fernsehteam war begeistert und blieb anschließend auch noch zum Essen in dem Ennepetaler Traditionsrestaurant.

Stefan Scherer

Quelle:
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„Hölzerne Klinke“ ab Montag gesperrt

 

WAZ 08.07.2015 | 21:30 Uhr

„Hölzerne Klinke“ ab Montag gesperrt

Ennepetal. Die Straße ist ein Flickenteppich, und es stand schon lange fest, dass die „Hölzerne Klinke“ saniert werden muss. Am Montag, 13. Juli, richtet die Firma Krutmann die Baustelle ein, dafür wird die Straße zwischen der Gaststätte „Zur Hölzernen Klinke“ und dem Ortseingang Hillringhausen vollständig gesperrt, eine Umleitung wird zudem eingerichtet werden.

Es herrscht kein reger Durchgangsverkehr im Ennepetaler Außenbezirk, dennoch ist für die Baustelle, die die Stadtbetriebe im Auftrag der Stadt Ennepetal überwachen und durchführen, Eile geboten. Denn: Nach Ablauf der Sommerferien müssen hier wieder die Schulbusse herfahren, damit die Kinder morgens pünktlich im Unterricht sitzen und ebenso gut wieder zurück nach Hause kommen.

Umleitung wird eingerichtet
Der Gaststätten- und Hotelbetrieb „Zur hölzernen Klinke“ kann auch während der Bauphase erreicht werden. „Uns ist zugesichert worden, dass die Gäste weiterhin unsere Parkplätze benutzen können“, sagt Karl-Heinz Kessler, der den Betrieb vor 20 Jahren an seinen Sohn Frank übergeben hat. Der aktuelle Chef hat sogar eigens Karten mit der Umleitung erstellt, weil die Gaststätte nun nur noch direkt von Ennepetaler beziehungsweise Schwelmer Seite über die B 483 zu erreichen ist. Wer aus Richtung des Beyenburger Stausees kommt, muss den Umleitungsschildern folgen.

„Die Fahrbahn wird vom 13. Juli bis voraussichtlich zum 16. August auf einer Länge von ungefähr 680 Metern auf einen technisch einwandfreien Zustand gebracht. Aufgrund der beengten Verhältnisse und zur Reduzierung der Bauzeit ist es leider unvermeidlich, die Straße für Fahrzeuge aller Art vollständig zu sperren“, teilen die Stadtbetriebe mit, die ein Gesamtvolumen von ungefähr 270 000 Euro für die Maßnahme veranschlagt haben.

Unterbau und Tragdeckschicht neu
Am Montag wird zunächst die Beschilderung aufgestellt, anschließend richtet die ausführende Firma Krutmann aus dem sauerländischen Menden die Baustelle ein. Ab Dienstag, 14. Juli, wird schließlich die völlig löchrige alte Asphaltdecke abgefräst, bevor die Bauarbeiter die Straße auskoffern. Sie bekommt zuerst einen neuen Schotteruntergrund, bevor zum Abschluss eine zehn Zentimeter dicke Asphalttragdeckschicht aufgebracht wird. Ist das passiert, kann die Straße wieder geöffnet werden, eventuelle Restarbeiten können auch bei laufendem Verkehr nach den Ferien noch durchgeführt werden. Die Ausbaubreite wird gleich mit der bestehenden Straße sein, außerdem wird die Firma Krutmann auch die beiden Ausweichflächen wieder herstellen.

Mit Rettungsdienst, Notarzt, Feuerwehr und der Polizei hat die Stadt Ennepetal die Baumaßnahme im Vorfeld abgestimmt, um die Einsatz- und Rettungszeiten auch bei einem eventuellen Notfall zu gewährleisten.

„Die Stadt Ennepetal bittet Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Vollsperrung während der Bauarbeiten an der Straße ,Hölzerne Klinke’“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Stefan Scherer
Quelle
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Eine runde Sache an der Hölzernen Klinke (WAZ)

 

WAZ 31.03.2015 | 21:30 Uhr

Ennepetal. Dieses Jahr wird im Hotel-Restaurant „Zur Hölzernen Klinke“ eine ziemlich runde Sache. Am heutigen 1. April vor 20 Jahren übernahm Frank Kessler die Gaststätte am Rande von Königsfeld. Im August vor 30 Jahren begann er seine Kochausbildung und im Herbst jährt sich die Gründung des beliebten Lokals zum 60. Mal.

Es ist ein echter Familienbetrieb, der dort am landschaftlich reizvollen Stadtrand von Ennepetal, umgeben von Wäldern und Wiesen, zu finden ist. In der dritten Generation führt Frank Kessler das Restaurant, unterstützt von Ehefrau Barbara und Mutter Gisela im Service und Tochter Franziska in der Küche. Auch Sohn Patrick hilft mit. Frank Kessler hofft, dass der 21-Jährige später einmal die vierte Generation sein wird, die die „Hölzerne Klinke“ führt.

Im Laufe der Jahre erweitert

Karl und Luise Kessler, die Großeltern des heutigen Inhabers, hatten 1955 eine Schankwirtschaft eröffnet. Zuvor gab es dort Landwirtschaft und einige Webstühle im Nebenerwerb. Einen Gastraum hatte die Wirtschaft zu Beginn. 1966 übernahmen Karl-Heinz und Gisela Kessler den elterlichen Betrieb und bauten ihn im Laufe der Jahre aus. Nachdem deren Sohn Frank 1995 die Nachfolge antrat, setzte er Ausbau und Modernisierung fort. Frank Kessler hatte am 1. August 1985 seine Kochlehre in Eisborn im sauerländischen Balve begonnen. Anschließend arbeitete er im Restaurant an der Oper in Wuppertal, bevor er 1989 in den elterlichen Betrieb eintrat.

„Quer durch den Garten“, so Frank Kessler, sei die Kundschaft zusammengesetzt. „Jung und Alt, Arm und Reich, das spielt bei uns keine Rolle.“ Aus der näheren Umgebung kämen die Gäste ebenso wie aus Wuppertal und Düsseldorf, Radevormwald und Halver sowie dem Ruhrgebiet. „Und an jedem ersten Freitag ist der Oldtimer- und Motorradstammtisch Schwelm bei uns“, erzählt Frank Kessler. Letztere fanden an der Hölzernen Klinke ihre Heimat, als die nicht weit entfernte „Spreeler Mühle“ vor einigen Jahren schloss.

Früher, da gab es neben der Mühle noch eine ganzer Reihe weiterer Lokale in der Gegend. „Meier am Külchen, Heitmann, Dürholt, Unger, später Stöneberg, an der B 483, Kettler in Hillringhausen, am Ackersiepen war eine Gastwirtschaft und in Beyenburg Haus Bilstein und Schützenhalle“, zählt Frank Kessler auf. „Übrig sind davon nur noch Haus Bilstein, Schützenhalle – und wir.“

Im Laufe der Jahre bauten Frank Kesslers Eltern und später er selbst die „Hölzerne Klinke“ aus und modernisierten die Gaststätte. 1969 bauten Karl-Heinz und Gisela Kessler den Saal und die Kegelbahn an, 1971 stockten sie das Gebäude auf und eröffneten eine öffentliche Sauna. Frank Kessler erweiterte den kleinen Biergarten 1998 auf 60 Plätze, im vergangenen Jahr nahm er dort auch eine Grillhütte in Betrieb. Die Sauna schloss er 1999 und richtete stattdessen fünf Hotelzimmer ein. „60 Prozent Monteure, 30 Prozent Geschäftsleute und zehn Prozent Menschen, die zum Beispiel Verwandte besuchen“ – so charakterisiert Frank Kessler seine Übernachtungsgäste.

Heißer Stein als Spezialität

Zu den Spezialitäten an der Hölzernen Klinke zählen die Steaks vom heißen Stein. „Das haben wir schon vor mehr als 30 Jahren eingeführt“, erzählt Frank Kessler. Wenn der Biergarten geöffnet ist, wird meist in der Grillhütte frisch gegrillt. Frank Kessler hofft, dass das Wetter mitspielt und er den Außenbereich nach Ostern öffnen kann.

„Ich setze auf Qualität“, betont der Koch. „So viel, wie es eben geht, machen wir frisch. Ich schneide meine Schnitzel selbst und paniere sie. Und ein Sack Kartoffeln wird bei mir geschält, gekocht und geschnitten.“ Die Reibekuchen, die es montags gibt, würden ebenso frisch aus rohen Kartoffeln zubereitet. Selbst gebackene Waffeln und saisonale Aktionen mit Spargel, Gänsen und Wild gehören ebenfalls zum Programm.

Ob und wie Frank Kessler das 60-jährige Bestehen des Hauses feiern wird, weiß er noch nicht. Und auch, wann er seine Pläne verwirklichen kann, den Eingang umzugestalten und vielleicht noch einige Hotelzimmer mehr einzurichten, ist noch nicht abzusehen. „Ich plane langfristig und mache alles nach und nach.“

INFO:

Das Hotel-Restaurant „Zur Hölzernen Klinke“, Hölzerne Klinke 86, hat täglich ab 11 Uhr geöffnet. Dienstags ist Ruhetag.
Es gibt durchgehend warme Küche, nachmittags mit etwas reduziertem Angebot. Auch Lieferung für Gesellschaften und Abholung sind möglich.
Weitere Informationen gibt es unter www.h-klinke.de sowie bei Facebook.

Hartmut Breyer

Quelle:
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